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Strukturerneuerung in der Unternehmensgruppe Diakoniewerk Oberlausitz

Das Diakoniewerk Oberlausitz ändert seine Rechtsform, um klare Strukturen für die zukünftige geschäftliche Weiterentwicklung der diakonischen Unternehmensgruppe zu schaffen.

Das Diakoniewerk betreibt seit 1991 als Verein verschiedene Einrichtungen in den Bereichen Wohnen, Bildung und Arbeiten für Menschen mit Behinderungen sowie Ausbildungsstätten in der Heilerziehungspflege, Sozialassistenz und eine freie evangelische Grundschule in den Landkreisen Görlitz und seit 1993 auch Bautzen. Der Verein ist zugleich Mehrheitsgesellschafter für die Tochtergesellschaften „Verwaltungsgesellschaft Oberlausitz mbH“, die „Dienstleistung Oberlausitz Service GmbH“ und die „Diakonisches Werk im Kirchenbezirk Löbau Zittau gemeinnützige GmbH“. In der Unternehmensgruppe sind derzeit 1.118 Mitarbeiter an 29 Standorten beschäftigt. 

Zum 15.01.2020 hat der Verein Diakoniewerk Oberlausitz e.V. einen Formwechsel vorgenommen. Die Bereiche Wohnen und Arbeiten werden in die neu gegründete „Diakoniewerk Oberlausitz gemeinnützige GmbH“ umgewandelt. Die Geschäftsführung der Gesellschaft übernimmt Katrin Beyel, bisherige Leiterin des Sozialdienstes Wohnen und kommissarische Leiterin des Bereichs Wohnen. Eine zweite Geschäftsführerstelle ist ausgeschrieben.

Die Funktion der Muttergesellschaft für alle Gesellschaften, einschließlich dieser neu gegründeten Gesellschaft übernimmt die schon 2007 gegründete gemeinnützige „Evangelische Stiftung Diakonie - Hilfe zum Leben“. Diese Stiftung firmiert künftig unter der Bezeichnung „Evangelische Stiftung Diakoniewerk Oberlausitz“. Sie wird neben ihrer Funktion als Managementholding für die Tochtergesellschaften nur den Bereich der Schulen direkt verantworten. 

Die bisherigen Vorstände von Verein und Stiftung Albrecht Ludwig, Dr. Matthias Schröter und Hans-Georg Matthes bilden weiterhin den Vorstand der zukünftigen „Evangelische Stiftung Diakoniewerk Oberlausitz und widmen sich in dieser Funktion der strategischen Planung und Ausrichtung der Unternehmensgruppe, während die Leitungen der Tochtergesellschaften das Tagesgeschäft verantworten und durch klar definierte Verantwortungsbereiche eigenständig und flexibel agieren können.

Mit dieser Strukturerneuerung will die Stiftung den Aufgabenstellungen der veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen begegnen. Als wesentliche Herausforderungen können unter anderen genannt werden: die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Bundesteilhabegesetzes, die Fachkräftegewinnung und die demographische Entwicklung in unserer Gesellschaft. 

Die Arbeits- und Betreuungsverhältnisse der Mitarbeiter, Schüler, Bewohner oder Klienten sowie der Beschäftigten der Werkstätten bleiben vom Formwechsel unberührt.

Im Zuge der neuen Rechtsform wurde ein neuer Markenauftritt entwickelt. Das Erscheinungsbild aller Einrichtungen der Unternehmensgruppe Diakoniewerk Oberlausitz wird 2020 nach und nach daran angepasst.