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Ausbildung & Beruf des Heilerziehungspflegers/pflegerin

Wenn du schon immer gern mit Menschen arbeiten wolltest, dich gern sozial engagierst, keine Angst hast mal Gegenwind zu spüren und wenn du gern auf Entdeckungsreise gehst, dann ist die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger genau das Richtige für dich! Als Heilerziehungspfleger betreust, erziehst, unterstützt und förderst du Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen. 

Was tut so ein Heilerziehungspfleger?

Heilerziehungspfleger unterstützen Menschen mit Behinderung pflegerisch und pädagogisch. Ihre Absicht ist es, deren Leistungsfähigkeit und Eigenständigkeit im Alltag zu fördern. Du planst und erstellst – unter Berücksichtigung der Fähigkeiten des Bewohners – ein angemessenes Freizeitprogramm (z.B. Radfahren, Spazieren gehen, Basteln). Du stärkst das soziale Verhalten der zu Betreuenden und unterstützt sie bei der schulischen und / oder beruflichen Integration. Heilerziehungspfleger sind Assistenz bei der Nahrungsaufnahme, An- und Auskleide, Körperhygiene und Medikamentenversorgung.
Die Themenbereiche bei der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger sind unter anderem Psychologie, Pädagogik, und Medizin. Die Theorie wendest du im Praktikum in stationären und teilstationären Einrichtungen an.

Soweit - so gut, aber wie läuft das Ganze jetzt ab?

Deine theoretische Ausbildung zum Heilerziehungspfleger findet an unserer Fachschule statt. Die Praktika werden in unseren Einrichtungen, bzw. in unseren Partnereinrichtungen für Menschen mit Behinderungen, ergänzt. In der Fachschule erlangst du das theoretische Wissen, welches du dann in den Praxisphasen direkt bei der Betreuung von Menschen mit Behinderungen anwendest.

Die Dauer der Ausbildung beträgt 3 Jahre. 

Und was passiert nach der Ausbildung?

Nachdem du deine Ausbildung fertig hast, stehen dir viele Möglichkeiten offen. Du kannst z.B. noch einen drauf setzen und studieren. 

Wir kooperieren mit der Evangelischen Fachhochschule Dresden:

  • Studiengänge Sozialpädagogik und -management werden angeboten
  • Qualifizierung für Leitungstätigkeiten mit solider fachlicher Basis
  • Im Studium Elementar- und Hortpädagogik verkürzt sich das Studium durch die Ausbildung Bildung um 1 Jahr.
  • Studieren auch ohne Abitur möglich!

Oder aber du erschließt für dich Beschäftigungsmöglichkeiten in stationären und teilstationären Einrichtungen (z.B. Heime, Kliniken, Tagesstätten), Förderschulen, Kindergärten oder Privathaushalten. Du siehst also, die Möglichkeiten als Heilerziehungspfleger sind fast unerschöpflich!

Welche Vorraussetzungen muss ich mitbringen?

Das Wichtigste ist dein Interesse an der Ausbildung und dass du in folgenden Aspekten die notwendigen Stärken hast: Die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen verlangt ein hohes Verantwortungsbewusstsein sowie die Fähigkeit Konflikte lösen zu können. Vorteilhaft sind deine gestalterischen Fähigkeiten, zum Beispiel beim Basteln, Malen oder Musizieren.

Du brauchst einen Realschul- oder gleichwertigen Bildungsabschluss und dazu: 


  1. a.) erfolgreicher Abschluss einer für den Bildungsgang förderlichen staatlich anerkannten Berufsausbildung von mindestens 2-jähriger Dauer (z. B. Sozialassistent/in, Kinderpfleger/in, Hauswirtschafter/in, Ergotherapeut/in …)  oder
    b.) erfolgreicher Abschluss einer für den Bildungsgang nicht förderlichen staatlich anerkannten Berufsausbildung von mindestens 2-jähriger Dauer (jede andere Berufsausbildung) und 

    • eine mindestens 1-jährige förderliche Tätigkeit  (z. B. Freiwilliges Soziales Jahr, Diakonisches Jahr, Bundesfreiwilligendienst, Vorpraktikum) oder 
    • eine mindestens 2-jährige nicht förderliche Berufstätigkeit  oder

          c.) eine pflegende Tätigkeit von mindestens sieben Jahren 

Wichtiger Aspekt ist eine gesundheitliche Eignung.

Die Aufnahme von Abiturienten mit einer mindestens 1-jährigen förderlichen Tätigkeit ist nach Einzelfallprüfung möglich.

Haben wir dich neugierig gemacht?

Na dann warte nicht länger! Bewirb dich bei uns für das kommende Ausbildungsjahr. 

Für deine Bewerbung benötigen wir zu den üblichen Unterlagen:

  • amtlich beglaubigte* Kopie des Abschlusszeugnisses der Berufsausbildung
  • ärztliches Zeugnis über die gesundheitliche Eignung (nicht älter als einen Monat, einzureichen bei Beginn der Ausbildung)
  • polizeiliches Führungszeugnis (einzureichen bei Beginn der Ausbildung)
  • ggfs. weitere Nachweise, z. B. über den Bundesfreiwilligendienst, FSJ, Beurteilungen usw.

*Beglaubigung durch das Gemeinde- oder Pfarramt

Bewerbungsunterlagen werden nur dann zurückgesandt, wenn ein frankierter Rückumschlag beiliegt. Ansonsten werden die Bewerbungsunterlagen sechs Monate nach Beginn der Ausbildung vernichtet.