Lindenhof Oppach Chronologie
Ursprünglich ein Bauerngut mit Wohnhaus, Stallungen und Scheune am Ortsrand von Oppach dient der „Lindenhof“ seit über 150 Jahren wohltätigen Zwecken.
Bis 1943 wurden in dem 1933 in „Wanderarmenheim“ umgetaufte Haus Kinder ohne festen Wohnsitz untergebracht.
Dann wurden darin für kurze Zeit Mädchen aus Kleinwachau vor den Euthanasiebussen der Nazis versteckt. Das war vergeblich, die Nähe zur Front erzwang die Räumung.
Volkssturm, russische und polnische Gefangene folgten und nach Kriegsende bot es kriegsversehrten Männern und Umsiedlern eine zeitlang Obdach.
Als der Lindenhof 1950 schließlich in den Besitz der inneren Mission überging, zogen geistig behinderte Jungen in das Wohnhaus ein. Noch immer stand die Landwirtschaft im Vordergrund und half die wirtschaftlichen Probleme zu lindern.

- Lindenhof in Oppach
Inzwischen hat sich vieles verändert. Der Lindenhof hat durch die Ausweitung der Bebauung in der Gemeinde Oppach seine Randlage am Ortsrand verloren und die Landwirtschaft lebt nur noch in der Erinnerung.
Aus den ehemaligen Jungen sind gestandene Männer geworden, und so ist für einige der Lindenhof schon 50 Jahre ein Zuhause.
Im Jahre 2001 wurde das neu gebaute Wohnheim mit 42 Plätzen eröffnet.
Die hellen neuen Räume bieten ein Zuhause für geistig behinderte Menschen und Menschen mit einer Mehrfachbehinderung, die intensive Pflege und Betreuung benötigen.
Mit dem Ziel einer größtmöglichen Einbindung in den Alltag wird für Sie versucht, eine Balance zwischen abwechslungsreichen Tagesablauf und Ruhe und Geborgenheit zu schaffen.
Die größte Anzahl der Bewohner des Lindenhofes gehen in der Werkstatt für behinderte Menschen Löbau und anderen geschützten Arbeitsplätzen einer Erwerbstätigkeit nach.

- Lindenhof Oppach Eingang
Für immer mehr Bewohner, die aus gesundheitlichen oder Altersgründen aus dem Erwerbsleben ausscheiden müssen, bietet der Lindenhof eine Tagesbetreuung innerhalb des Hauses an.
Darüber hinaus ist das Angebot des ambulant betreuten Wohnens im alten Lindenhof für 4 Personen geschaffen worden. Damit ist es möglich bei Erreichen einer erweiterten Selbständigkeit im Wohnheim, die gewohnte und liebgewordene Umgebung beizubehalten und trotzdem ein immer selbstbestimmteres und eigenverantwortlicheres Leben zu führen.





