Haus an der Buche

Das Haus an der Buche hebt sich mit seiner funktionalen Architektur vom altehrwürdigen Katharinenhof ab. In den 1980-er Jahren mit Unterstützung der Evangelischen Kirche der damaligen Bundesrepublik gebaut, wurde es eine der modernsten Wohnstätten für Menschen mit Behinderungen in der DDR.

Haus an der Buche im Katharinenhof
Haus an der Buche

Der damalige Leiter der Einrichtung, Dr. Jürgen Trogisch, setzte fachlich mit einer im Alltag umsetzbaren Pädagogik auch international Maßstäbe.

Dabei standen besonders Menschen mit schwersten geistigen und körperlichen Einschränkungen im Zentrum der Bemühungen.

Auch heute leben im Haus an der Buche ausschließlich Menschen mit Schwerst- und Mehrfachbehinderungen.

Die lange Erfahrung in der Betreuung dieser speziellen Personengruppe spiegelt sich im Ablauf eines ganz normalen Tages selbstverständlich wieder.

Ein Bewohner des Hauses an der Buche würde vielleicht folgendes berichten:

„Am Morgen werde ich geweckt, indem ein Mitarbeiter mich persönlich begrüßt, das Licht mittels Dimmer langsam anmacht und dazu eine ruhige Aufwachmusik erklingt.
Der Mitarbeiter spricht bei aller nötiger Hilfe mit mir, so dass ich immer weiß (oder lernen kann), welche Handlung jetzt dran ist - ich mag nämlich auf dem Gebiet keine Überraschungen.
Alle Handgriffe werden in einer überlegten Art und Weise so ausgeführt, dass auch unangenehme Dinge für mich angstfrei möglich sind, meine Bewegungsfähigkeiten sich verbessern können und keine Schmerzen trotz meiner Spastik und Kontrakturen entstehen.

Wenn ich dann in den Wohnraum komme, sehe ich eine entsprechend der Jahreszeit kreativ gestaltete Zimmerdecke, weil die Mitarbeiter wissen, dass mein Blick aufgrund des nötigen schrägen Rollstuhls meist nach oben gerichtet ist.
Das Frühstück dauert in meiner Gruppe von sieben Bewohnern 1,5 Stunden – ich weiß, das ist viel, aber auch nötig, damit jeder von uns trotz Schluckstörungen ohne Gefahr essen und die Mahlzeit mit allen Sinnen wahrnehmen kann.

Auf die dann folgenden Aktivitäten am Vormittag freue ich mich besonders, denn da ist Zeit für den Morgenkreis in meiner Gruppe, für Physio-, Ergo- oder Musiktherapie, Baden, Schwimmen, Gottesdienst, Reiten, Spaziergang oder sogar einen Ausflug.
Ich merke schon – ich erzähle sehr viel.
Wenn Sie neugierig geworden sind und sich selbst ein Bild machen wollen, besuchen Sie mich einfach im Haus an der Buche.“

Kontakt:
Jana Unger
Am Sportplatz 6
02747 Großhennersdorf
Telefon:
+49 35873 47-250
Fax:
+49 35873 47-499